Wetterkapriolen: Zufall oder Klimawandel?

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Am Freitag den 27.04.2007 war es wieder so weit. Der Wind zeigte uns wieder einmal wer der Herr im Hause der Luftfahrt ist….     Wie an vielen Tagen des mit Hochdruckgebieten und super Wetter für Ballonfahrten gesegneten April waren die Teams von Skysailor-Networks wieder in der Luft unterwegs. Wir starteten mit dem Ballon D-OTIL im südlichen Oberberg bei Nümbrecht und hatten wie eingige andere Ballone in unserer Nähe Fahrt Richtung Norden mit 5 Knoten (ca. 10 km/h). Wie so oft versuchten wir die unterscheidlichen Luftschichten in verschiedenen Fahrthöhe auszunutzen um möglichst nah an den Wohnorten unserer Mitfahrer vorbei zu fahren.

Nach mehr als einer Stunde Fahrt sollte ein Aufstieg in 3.500 ft die nötige Drift nach Nord-West bringen um in der Nähe Gummersbach geeignete Landefläche für eine Landung bei Strombach in den nächsten 15 Minuten zu erreichen. Die gewünschte Richtung wurde gefunden und nach 10 Minuten unter Luftraum C konnte der Abstieg eingeleitet werden. Beim Abstieg fiel uns auf als schienen die Windräder vor Meinerzhagen in unsere Richtung zu zeigen. Das würde bedeuten das der Wind bei den Windrädern aus Nordost wehte. Konnte ja eigendlich nicht sein da wir in allen Höhen vor dem Aufstig in nördliche Richtung fuhren.

Als wir in ca. 50 m über Grund die erste Landemöglichkeit nutzen wollten driftete der Ballon jedoch nicht auf die Wiese zu sondern entfernte sich vom vermeindlichen Landeplatz in südwestlicher Richtung. Zuerst schien es als hätten wir den Schwung vom schnellen Abstieg erhalten und würden uns schon bald wieder Richtung Norden bewegen. Falsch gedacht! Die Geschwindigkeit stieg sogar von 5 auf 10 Knoten und die Drift Richtung 210 Grad änderte sich kaum.

07.04.27 - FlighttrackIm Grunde ist es egal in welche Richtung wir fahren oder wo wir unseren Landeplatz finden. Jedoch fällt auf das diese spontane Richtungswechsel mit deutlicher Geschwindigkeitszunahme kurz vor der geplanten Landung nun schon zum dritten Male innerhalb der letzten acht Monate passierte. Die Meterologen hatten diese Prognose in keinem der von uns gesichteten Wetterberichte angegeben. Ist das Zufall durch lokale topografische Wettererscheinungen oder sind es tatsächlich Auswirkungen des oft beschriebenen Klimawandels? 

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